Sportingbet

Sportingbet hat eines der interessantesten Vorgeschichten von allen bekannten europäischen Buchmachern, die erst mit dem Internet richtig groß wurden. Vor dem Unlawful Gambling Act in den USA, als das Onlineglücksspiel toleriert bzw. nicht so hart verfolgt wurde, was sportingbet tatsächlich das größte Glücksspielunternehmen der Welt. Dies hatte man vor allem dem US-Geschäft zu verdanken, wo sportingbet mit seinen zwei Marken sportsbook.com und ParadisePoker unglaublich stark war. Seit 2006 und dem Ausstieg aus den USA musste Sportingbet einige harte Zeiten durchstehen, aber inzwischen zählt die Firma wieder zu den großen der Branche. Sportingbet ist an der Börse gelistet.

Gegründet wurde Sportingbet im Jahr 1997 von Mark Bladford, der bis heute einer der aktivsten Investoren der Branche ist. Das Unternehmen kaufte ParadisePoker im Jahr 2004 auf. Die bereits erwähnten Probleme fingen für Sportingbet an als ihr damaliger Chairman, Peter Dicks in den USA verhaftet wurde. Nur kurze Zeit später musste die Firme ihr US-Geschäft aufgeben was ein sehr harter Schlag war. 2007 entschloss man sich die ParadisePoker Software aufzugeben und migrierte alle Kunden in das Netzwerk von Sportingbet, das deutlich mehr Liquidität aufweisen konnte.

In Deutschland wurde Sportingbet zunächst unter dem Namen Eurosportwetten bekannt bevor man sich wieder auf den ursprünglichen Firmennamen konzentrierte. Inzwischen ist Sportingbet breit aufgestellt und ist unter anderem Trikotsponsor des Premier League Clubs Wolverhampton Wanderers. Im Herbst 2011 wurde Sportingbet beinahe von Ladbrokes aufgekauft, aber der Deal platzte am Ende. Das Unternehmen wird von Analysten als interessanter Übernahmekandidat angesehen, auf Grund des starken Geschäftes in Kernländern wie Spanien, Griechenland und Deutschland. Mit dem Zukauf von Centrebet ist das Unternehmen nun auch sehr präsent in dem begehrten Australischen Markt.

Sportingbet erweiterte die eigene Produktpalette stetig. Im Jahr 2011 wurde das Livewetten-Angebot stark ausgebaut, so wie der Casino und Games Bereich wo neue Software-Anbieter hinzugefügt wurden.

Aktuell hat Sportingbet folgende Bonusangebote:

Sportwetten: 100% bis zu 100€

Poker: 200% bis zu 1000€

Casino: 100% bis zu 100€

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R-S

Bet365

Bet365 ist ein in Stoke on Trent (England, Großbritannien) ansässiger Glücksspielkonzern mit einer reinen Onlinestrategie. Im Gegensatz zu fast allen so großen Glücksspielkonzernen befindet sich bet365 weiterhin komplett in privater Hand und ist nicht an der Börse gelistet.

Das Unternehmen beschäftigt inzwischen über 1700 Mitarbeiter und ist der größte Arbeitgeber der Stadt. Inzwischen bietet man das eigene Glücksspielangebot im Internet in 17 Sprachen an. Neben dem Glücksspielgeschäft befindet sich auch der Premier League Verein Stoke City FC in der Hand der Familie, ist aber offiziell in einer anderen Firma ausgelagert.

Das Unternehmen wurde 2000 gegründet und startete 2001 ihr Onlineangebot. Um das Projekt zu realisieren wurde ein Kredit von 15 Millionen Pfund aufgenommen. Als Bürgschaft mussten die Wettbüros herhalten, die die Familie in England betrieb. Diese wurden später für 40 Millionen verkauft und der Kredit wurde zurückgezahlt. Das Unternehmen wird weiterhin von Denice Coates geleitet, der Tochter des ursprünglichen Besitzers der Wettbüros. Sie entwickelte die Firma zu einem der führenden Glücksspielunternehmen der Welt mit einem Jahresumsatz von über 5 Milliarden Euro.

Das Unternehmen zeichnet aus, dass sie den Fokus klar auf das Produkt legen anstatt auf die Werbung. Dies ist fester Bestandteil der Firmenphilosophie. Dies dürfte der Grund sein warum bet365 inzwischen das vermutlich größte Livewetten und Livestreaming Angebot der Welt hat. Daneben wurden auch das Casino als das beste auf dem Markt positioniert, indem man im Casinobereich Playtech Spiele anbietet, aber im Games Bereich noch weitere 20 Software-Anbieter eingebaut hat und damit praktisch jedes interessante Spiel oder Slot auf dem Markt abdeckt.

Das Unternehmen wurde mehrfach ausgezeichnet und wächst auch im deutschsprachigen Raum so schnell wie kein anderes Unternehmen.

Aktuelle deutschsprachige Produkte: Sportwetten, Livewetten, Finanzwetten, Casino, Poker, Spiele (bei Spiele finden sich die Software der anderen Casinoanbieter).

Aktuelle Angebote:

Sportwetten/Livewetten: 100% bis zu 100€

Casino: 100% bis zu 100€ oder 200% bis zu 200€ (Zweiteres ist ein Slotbonus)

Poker: 200% bis zu $1000

Spiele: 100% bis zu 100€

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A-B

Rubbellos

Ein Rubbellos ermöglicht Teilnahme an einer Sofortlotterie. Es ist ein Schein mit mehreren beliebig wegzurubbelnden Feldern, unter denen 3 gleiche Symbolen (Geldwerte, Glückssymbole, etc.) erscheinen müssen, um einen Gewinn zu ermöglichen. Es gibt jedoch auch Adaptationen von bekannten Kartenspielen wie Black Jack, Poker oder Monopoly. Zum ersten Mal wurde das Rubbellos 1978 von der Loterie Romande aus der Schweiz ausgegeben. Traditioneller Rubbellos ist ein Stück Papier mit Aufdruck und maschinell aufgebrachtem Aufkleber, der auf einer transparenten Folie eine leicht wegzurubbelnde Schicht hat. In Deutschland sind Rubbellose ab 18 Jahren erhältlich, in Österreich sogar ab 16 Jahren. Die Schweizer können unbeschränkt die Rubbellose kriegen. Das mit 61,94m2 größte Rubbellos wurde anlässlich der Breminale am 5. Juli 2011 in Bremen vorgestellt.

Im Onlinebereich erleben die Rubelllose (englisch: Scratch Cards) ein riesiges Revival. Immer mehr Glücksspiel-Unternehmen steigen in diesen Markt ein. Er ist zwar nicht so umsatzstark wie beispielsweise Onlinecasinos, aber er verspricht hohe und sichere Margen.

Wer die Onlineversionen ausprobieren will, der bekommt bei bet365 ein sehr gutes Angebot und einen guten Bonus. Hier geht es zu bet365…

R-S

Marsch – Roulette

Als Marsch wird eine spezielle Satztechnik beim Roulette bezeichnet, anhand von welcher der Spieler versucht, aus den sog Permanenzen d.h. aus den von den Spielbanken herausgegebenen vergangenen Resultaten, die im nächsten Coup eintretenden Chancen vorherzusagen. Man beginnt jedoch erst bei dem sogenannten Signalcoup zu setzen, d.h. meistens nach Ablauf von einem oder mehreren Coups. Marsch spielt man mit Masse egale, also konstantem Einsatz oder mit Progression, also veränderlichem Einsatz. Marsches werden sowohl für die einfachen als auch für die mehrfachen Chancen angegeben.

Beim Spiel auf einfache Chancen unterscheidet man zwischen: La gagnante (dt: die Gewinnende), bei welcher der Spieler auf die Chance setzt, die zuletzt aufgetreten ist, fachlich gesagt setzt er mit der Bank. Z. B. wenn die Kugel auf Rouge gefallen ist, so setzt er im nächsten Coup wieder auf Rouge. Bei La perdante (dt: die Verlierende) setzt man gerade umgekehrt d.h. auf die Chance, die zuletzt verloren hat – also wenn die Kugel auf Rouge gefallen ist, so setzt man im nächsten Coup auf Noir. Bei L’avant derniere (dt: die Vorletzte) setzt der Spieler auf die Chance, welche als vorletzte aufgetreten ist. Und endlich bei La sauteuse (dt: die Springerin) setzt man mal auf Rouge und mal auf Noir, also abwechselnd. Bei Nummernspielen unterscheidet man Restanten, Retardaires (dt: die Zurückbleibenden), wo  man auf die Zahlen setzt, welche schon einige Zeit nicht getroffen wurden und Favoriten, Dominanten, also hier wird es auf Zahlen gesetzt, die schon häufiger aufgetreten sind. Wenn ein Spieler sich an eine Marsche hält, glaubt er, dass die Wahrscheinlichkeit, dass nun eine Chance auftritt, die gerade ein paar Male aufgetreten oder ausgeblieben ist, viel größer ist. Es ist jedoch eine falsche Annahme, da bei der Roulette- Kugel nur um reinen Zufall geht und jede Runde von der vorangehenden völlig unabhängig ist. Von der anderen Seite ist die Marsche- Annahme auch nicht schädlich, da der Spieler zwar seine Chancen nicht verbessert aber auch nicht verschlechtert.

M-N

Martingale

Unter Martinegalespiel (auch kurz Martinegale) versteht man eine Strategie im Glücksspiel, bei welchem der Einsatz im Falle von einem Verlust erhöht wird. Die Bezeichnung existiert seit dem 18. Jahrhundert und wurde zuerst beim Pharo und später bei der Roulette eingesetzt, wobei das Wort ‚Martingale’ selber von der französischen Stadt Martigues im Department Bouches-du-Rhone am Rande der Camargue stammt.

Bei klassischer Variante der Martingale geht es um Doublieren und Verdoppeln. Man beginnt mit einem Einsatz von einer Einheit (einem Stück) auf eine einfache Chance, z.B. Rouge oder Noir. In der Regel setzt ein Martinegale- Spieler auf die Perdante d.h. die Chance, die als letzte verloren hat. Wenn er verliert, setzt er im nächsten Coup doppelt also zwei Stück, verliert er wieder, muss er nun vier Stück setzen. Im Gewinnfall werden alle seine Verluste gelöscht und der Spieler bekommt ein Stück. Und wieder beginnt er mit dem Einsatz von einem Stück. Dieses System ist leider nur scheinbar sicher. Meistens geht das Spielkapital des Spielers durch ein fortgesetztes Verdoppeln schnell aus und er kommt selten an den von der Spielbank vorgegebenen Höchsteinsatz, wobei die Gewinne, die er erzielt, relativ häufig aber auch nicht besonders hoch sind.

Außer Dublieren gibt es noch andere Martingale- Strategien, unter anderem:

die Montante Americaine oder Albouchere, Labby, Annulation Americaine,

• die Montante Hollandaise oder Annulation Hollandaise ,

die Progression d’Alembert,

das Fitzroy- System.

Jedoch alle diese Strategien, egal ob der Einsatz im Verlustfall oder erst im Gewinnfall erhöht wird bzw. gleich bleibt (Masse egale) garantieren leider auch keinen Erfolg.

M-N

Sportwette

Eine Sportwette ist eine Art von Wette, bei welcher man das Ergebnis eines Sportereignisses voraussehen muss und darauf Geld einsetzt. Die Sportwetten werden von einem Buchmacher  und von sog. Wettbörsen übers Internet angenommen. Die letzte Variante wird immer  populärer im Vergleich zur traditionellen Form, wo man sich in ein Wettlokal begeben muss, dort den Wettschein ausfüllt und Bargeld als Wetteinsatz hinterlegt. Online- Wetten ermöglicht außerdem einem Kunden aus einem Land, wo der Glücksspielmarkt nicht liberalisiert ist, eine Wette abzugeben, ohne dass der jeweilige Buchmacher eine anerkannte Lizenz für das Heimatland des Kunden hat. Die populärsten Disziplinen, bei denen gewettet wird, sind klassische Pferderennen oder Boxen, zunehmend aber auch Fußball. In Großbritannien ist Wetten auf Hunderennen sehr beliebt, in den USA auf Baseballspiele und American Football.

Normalerweise wird dem Kunden eine feste Quote für jedes Ergebnis eines Sportereignisses offeriert. Bei sog. Einzelwette setzt man entweder auf Unentschieden (0), Sieg des zuerst genannten Teams (1) oder Sieg des zweitgenannten Teams (2). Im Gewinnfall wird die Quote mit dem Betrag unseres Einsatzes multipliziert. Bei Kombinationswette werden mehrere Wetten auf verschiedene Ereignisse in einem Wettschein platziert. Hier werden die einzelnen Quoten miteinander multipliziert und dieses (multipliziert mit dem Einsatz) bildet den Gewinn, der normalerweise viel größer ist als wie bei Einzelwette. Bei Kombi- Wette muss aber jedes Ergebnis richtig getippt werden. Die Systemwette lässt dagegen die Möglichkeit einer oder mehrerer falschen Tipps zu, wobei der Gewinn dann entsprechend vermindert wird. Systemwette ist eine Reihe von sich ähnelnder Kombinationswetten, beschrieben in der Form X aus Y. Das ‘X’ steht für die Zahl der Tipps, die richtig sein müssen und ‘Y’ für die Gesamtzahl der getippten Spiele, aus welchen dann alle möglichen Kombinationswetten gebildet werden (sog. Wettreihen). Der Gewinnbetrag steigt mit der Anzahl der richtigen Tipps an. Bei einer Live- Wette kann man noch während des laufenden Ereignisses wetten. Manche sind der Meinung, dass man so besser das Ergebnis einschätzen kann.

Es gibt Menschen, die sich professionell mit Wetten beschäftigen und sogar damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Eine Ihrer Methoden ist sharp betting. Die sog. sharp player können auf Dauer Gewinne erzielen, indem Sie die quotentechnische Fehleinschätzungen der Buchmachern ausnutzen. Weitere Methode ist Erwirtschaften von Arbitragegewinnen und wird als arbing oder scalping bzw. surebetting bezeichnet. Es wird gleichzeitig bei einigen Buchmachern, die doch unterschiedlich hohe Quoten anbieten, auf jedes Ergebnis ein anteiliger Geldbetrag gesetzt. Bei trading kauft der Spieler eine Wette und hofft, dass die gekaufte Quote sinkt und die Gegenquote dementsprechend steigt. Bei Rückkauf der Gegenquote wird dann ein Arbitragegewinn erzielt. Die sharp players beobachten sehr achtsam den Wettenmarkt und wenn sie wissen, dass es sich um eine profitable Wette handelt, suchen sie nach Buchmachern, die dem Markt nicht schnell genug folgen und ihre Quoten nicht angepasst haben (steam betting oder front running). In den USA existieren auch handicapping services d.h. man bezahlt, um profitable Wett- Tipps zu erhalten. Darüber hinaus gibt es auch Broker- Dienste (Wettvermittler), die auf Wunsch des Kunden für ihn eine Wette abschließen. Als Vermittler funktionierten früher auch runner, die im Auftrag von professionellen Spielern die Wetten in den traditionellen Wettbüros abgeschlossen haben, was aber mit der Online- Wettenmöglichkeit heutzutage nicht mehr so populär ist.

Um in Deutschland Sportwetten anbieten zu dürfen, braucht man eine Genehmigung. Neben Oddset, dem staatlichen lizenzierten Wettanbieter gibt es in Deutschland auch viele private Wettanbieter, die meinen, ihre Lizenzen von ehemaliger DDR sind immer noch gültig. Die Monopolstellung, die von Oddset angestrebt wird, bleibt aber die ganze Zeit umstritten. Die DDR Lizenzen beschäftigen die Gerichte schon lange, aber bald dürfte dies der Vergangenheit angehören, da eine Öffnung des Sportwetten Marktes von den Ministerpräsidenten der Länder beschlossen wurde. Zum aktuellen Zeitpunkt gab es noch keine 100%-ige Definition der neuen Lizenzen.

R-S

Wettbörse

Wettbörse ist ein Börsenspiel, bei dem private Personen miteinander wetten können. Im Unterschied zum festem Quoten- Angebot im Falle von traditionellen Buchmachern geben die Wetter selber die Quoten an. Oft sind die Quoten auch höher, weil die Buchmacher ihre Marge in die von Ihnen angebotenen Quoten zusätzlich einrechnen.

Man unterscheidet zwischen Back Wette = also für das Eintreten eines bestimmten Ereignisses und Lay Wette, bei dem dagegen gewettet wird. Das Konzept der Wettbörse wurde zum ersten Mal in der englischen Internetseite flutter.com aus dem Jahr 2000 umgesetzt. Normalerweise zieht der Wettbörsen- Anbieter von den erzielten Gewinnen anteilsmäßig kleine Beträge für seine Dienstleistung ab.

Betfair ist die bekannteste Wettbörse. Es wird von The Sporting Exchange Ltd., London angeboten und gilt als Leader unter allen Wettbörsen.

Heutzutage haben die Wettbörsen ein breites Angebot an Wetten auf die Begegnungen der deutschen Fußball- Regionalligen, Gesellschafts- und Politikwetten bis sogar zur Entwicklung von Dow Jones im Programm. Hier kann man aber auch den Ausgang von politischen Wahlen voraussagen.

V-W

Betfair

Betfair, britisches Unternehmen mit Sitz in London, offeriert die größte Online- Wettbörse für Sportwetten in der Welt. Gegründet 1999 von Andrew Black und Edward Wray stellt Betfair momentan etwa 1.350 Personen an. Weltweit sind bei Betfair über drei Millionen Kunden registriert, wovon etwa eine Million aktiv ist. 2010 mit Ertrag von rund 300 Millionen britischen Pfund gelangte die Firma sogar an die Börse. Täglich werden mehr als fünf Millionen Wetten getätigt. Es ist technisch möglich, pro Sekunde 4500 Wetten zu verarbeiten. Betfair hat viele wertvolle Preise gewonnen und unterstützt finanziell auch Manchester United sowie FC Barcelona.

Betfair offeriert keine konventionelle Form von Wetten wie bei z. B. Buchmachern, die in ihre festen Quoten ihre Marge einrechnen, hier entstehen Quotenhöhen alleine durch Angebot und Nachfrage der Kunden auf den Wettbörsen, da Betfair keinen Einfluss darauf hat, muss es also in anderer Weise für den Unternehmensgewinn sorgen, indem es von jedem Nettogewinn eine Provision abzieht (max. 5%). Hauptsächlich werden bei Betfair Wetten auf den Ausgang von Sportereignissen wie Fußball, Tennis, Formel 1 und Pferderennen angeboten, letztens sind auch Poker und Casino dazu gekommen. Es gibt aber auch Wetten beim Anlass von politischen Wahlen, wer diese gewinnt, oder beim Anlass von gesellschaftlichen Events, wie z. B. Oscar- Gala.

Die Wettbörsen exsistieren nach dem Prinzip von Back- und Lay- Wetten. Zunächst muss eine Lay- Wette zustande kommen, bei der nicht auf ein bestimmtes Ergebnis eines Ereignisses gesetzt wird, sondern dagegen z. B. wer nicht gewinnt. Man bietet eine Quote an und legt die maximale Einsatzhöhe fest. Die Wette wird online abgeschlossen, sobald sich ein Back- Wettender findet, der auf einen bestimmten Spielausgang eines Ereignisses gesetzt hat. Er gewinnt aber nur dann, wenn dieser bestimmte Ausgang tatsächlich eintritt, der Lay- Wettende- im Falle von jedem anderen Ausgang. Die Quoten für die Back- Wetten werden blau dargestellt, die für die Lay- Wetten sind pinkfarbig. Bei Linienwette geht es darum, um vorher zu sagen, ob ein Spielergebnis über oder unter einem bestimmten Wert liegen wird. Hier kann man entweder eine Linie bei einem bestimmten Wert kaufen, also darauf setzen, dass der Ausgang über diesem Wert liegen wird oder eine Linie verkaufen, also tippen, dass das Endergebnis unter diesem bestimmten Wert liegen wird. Bei Linienwetten gibt es aber fixierte Quoten, also der Einsatz hängt davon ab, ob man richtig ge- oder verkauft hat.

Betfair wirkt nach dem Wett-, Spiel- und Lotteriegesetz von 1963. Es hat eine Buchmacherzulassung für England und Wales, sowie Lizenzen in Italien, Malta, Deutschland, Österreich und Australien. Darüber hinaus ist Betfair an der Öffnung des Glückspielmarktes in Deutschland stark interessiert, indem es auf seinen guten Ruf in Großbritannien sowie auf zunehmende Bedeutungslosigkeit vom staatlichen Anbieter Oddset verweist, da die Kunden sowieso ausländische Online- Angebote immer öfters wählen.

Hier geht es zu Betfair

A-B

Prognosemarkt

Prognosemärkte, elektronische Marktplattformen, in Form von Online- Wettbörsen oder virtuellen Wertpapiermärkten, werden zu Prognosen für den Ausgang der Ereignisse verwendet. Sie verfügen über eigenes System für Quoten- bzw. Preisfeststellung und gelten als Konkurrenz zu den anderen Prognoseinstrumenten.

Auf virtuellen Wertpapiermärkten handelt man keine signifikanten Geldbeträge oder Rechtsansprüche. Eine virtuelle Aktie kann zum Beispiel Absatzzahlen eines Produkts in einem konkreten Monat oder geschossene Tore im Fußballspiel darstellen also ein künftiges Ereignis bzw. Marktzustand. Ihr Endwert ist von dem tatsächlichen Ausgang des Ereignisses abhängig, z. B. ein virtueller Euro pro 100 Stück Absatz. Und so können dann die Teilnehmer ihre Einschätzungen handeln. Auf Online- Wettbörsen dagegen wettet man mit realem Geld auf den Ausgang von vor allem sportlichen Veranstaltungen sowie gesellschaftlichen oder politischen Ereignissen.

Die Prognosemärkte liefern viel präzisere Vorhersagen als die renommiertesten Meinungsumfragen. Dies ist mit ihrem speziellen Anreizsystem erklärbar. Kauft man billig und verkauft man teurer, so bekommt man eine finanzielle Belohnung für die Verbesserung der Vorhersage, und analog, wenn man teuer kauft und billig verkauft, wird man für die Verschlechterung der Prognose finanziell bestraft.

Prognosemärkte wurden bisher z. B. vom US- Verteidigungsministerium zur Vorhersage von Terroranschlägen, in der Gesundheitsindustrie zur Vorhersage von Grippeausbrüchen und der Wirksamkeit neuer Medikamente sowie von vielen Firmen zur Vorhersage von ihren Umsatzzahlen bzw. Produktqualitäten eingesetzt.

Da die Prognosemärkte als Geschicklichkeitsspiele eingeordnet werden, gelten in manchen Ländern gewisse gesetzliche Einschränkungen, wenn es um ihren Einsatz geht. Jedes Land hat dazu andere rechtliche Rahmenbedingungen oder die Frage der Einordnung wurde noch nicht geklärt. Es gibt jedoch zahlreiche Wissenschaftler, die meinen, Prognosemärkte hätten großes Potenzial, die soziale Wohlfahrt zu erhöhen und postulieren für die Aufhebung dieser Einschränkungen.

O-Q

Totalisator

Totalisator ist ein System, anhand von welchem man die Gewinnhöhen bei Wetten auf Pferderennen, dem Lotto, Toto und ähnlichem bestimmen kann. Im Unterschied zum Wetten gegen einen Buchmacher, wettet man hier untereinander.

Als Erfinder von Totalisator wird oft Joseph Oller, der Gründer von Moulin Rouge und Rennbahnbesitzer, erwähnt. Bekannt unter dem Namen pari-mutuel (dt. so viel wie ‚untereinander wetten’) wurde dieses Verfahren für den amtlichen Wettbetrieb an allen wichtigen Rennplätzen eingesetzt. Die Rolle des ersten Totalisators in Deutschland übernahm ein kleines Holzhäuschen beim Grossen Hamburger Handicap 1870, in dem man für diesen Tag die Wetten platzieren konnte. Am 29. April 1882 wurde von dem deutschen Reichsgericht entschieden, dass das Wetten am Totalisator sowie das Buchmachen bei Pferderennen als Glückspiel zu betrachten sei. 1913 wurde zum ersten Mal der erste mechanische Totalisator eingesetzt, und zwar auf der Pferderennbahn in Ellerslie (Neuseeland). Als sein Erfinder gilt der Australier George Julius von Julius Poole & Gibson Pty Ltd. In USA erschien der erste Totalisator 20 Jahre später in Chicago auf der ‚Arlington Parkrennbahn’. Inzwischen hat Julius die ‚Automatic Totalisators Ltd. (ATL)’ gegründet und begann die elektromechanischen Totalisatorautomaten zu bauen. Um 1970 hatte fast jede Rennbahn ihren eigenen ATL- Totalisator. Heutzutage werden die Totalisatorwetten außer am Rennplatz auch in Wettbüros abgeschlossen, wobei der Unternehmer des Wettbüros nur als Vermittler der Wetten (‚Totalisateur’) funktioniert.

Bei Siegwette ist die Quote für ein bestimmtes Pferd der Quotient aus der Summe aller Einsätze (abzüglich Steuern) und der Summe der Einsätze auf das gesetzte Pferd. Z. B. man setzt auf das Siegpferd etwa 2.000€ und auf alle Starter insgesamt 6.000€. Der letzte Betrag  (Gross pool) wird nun um sog. Take out, ca. 1/6, vermindert und so errechneter Net pool wird durch die gesetzte 2000€ geteilt, daraus ergibt sich die Quote 5.000/ 2.000 = 2.50, die multipliziert mit dem Einsatz die Gewinnsumme ausmacht. Charakteristisch für die Wetten am Totalisator ist, dass die Quote beim Abschluss der Wette noch unbekannt bleibt, weil die Wetten noch bis Beginn des Rennens angenommen werden können. Bei Platzwetten (also welche Pferde die ersten Plätze belegen) wird von dem Net pool- Betrag die Summe der gewinnenden Einsätze abgezogen und der verbleibende Betrag wird nun auf drei Töpfe aufgeteilt. Dieses wiederum geteilt durch die Höhe vom Einsatz auf jedes einzelne Pferd separat ergibt die Quotenhöhe. Wenn alle Plätze von den Favoriten des Publikums belegt werden, kommt es zu sog. Minus pool  d.h. die Summe der Einsätze ist höher als der Net pool Betrag. Die Platzquote wäre in diesem Fall kleiner als 1 und der Wettende würde nicht einmal seinen Einsatz zurück haben, obwohl er richtig getippt hat. In solchen Fällen wird die Quote entweder automatisch auf 1,05 festgelegt, so dass wenigstens ein kleiner Gewinn möglich ist oder der Wettende kriegt seinen Einsatz zurück.

T-U

A-B
C-D
E-F
G-H
K-L
M-N
O-Q
R-S