Boule (franz. Kugel) ist der Name eines dem Roulette ähnlichen Glücksspiels, das aus dem im 19. Jahrhundert beliebten Petits chevaux hervorgegangen ist.
Das Boule-Spiel
Der Kessel ist in achtzehn Felder unterteilt, diese sind mit den Zahlen Eins bis Neun nummeriert, jede Zahl ist zweifach vertreten. Die Zahlen 1, 3, 6 und 8 sind schwarz, die Zahlen 2, 4, 7 und 9 sind rot, die 5 ist gelb.
Anstelle einer Elfenbein-Kugel wie beim Roulette wird beim Boule-Spiel ein Kautschuk-Ball geworfen.
Die Wettmöglichkeiten
Einfache Chancen
- Rouge (Rot: 2, 4, 7, 9) – Noir (Schwarz: 1, 3, 6, 8)
- Pair (Gerade: 2, 4, 6, 8) – Impair (Ungerade: 1, 3, 7, 9, ohne die 5)
- Manque (Niedrig: 1, 2, 3, 4) – Passe (Hoch: 6, 7, 8, 9)
Die Zahl Fünf entspricht dem Zéro beim Roulette: Fällt die Boule auf die Fünf, so verlieren alle Einsätze auf den einfachen Chancen.
Mehrfache Chance
- Plein: Ein Satz auf eine volle Nummer wird im Gewinnfall im Verhältnis 7:1 ausbezahlt.
- Cheval: Ein Satz auf zwei Nummern wird im Gewinnfall im Verhältnis 3:1 ausbezahlt.
Bankvorteil
Der Bankvorteil beträgt bei allen Wettarten des Boule-Spiels 1/9 = 11,1%. Boule ist daher für den Spieler sehr nachteilig. Beim Roulette etwa beträgt der Bankvorteil auf den einfachen Chancen 1,35% auf den mehrfachen 2,70%.
Boule wird verglichen mit dem Roulette um niedrige Einsätze gespielt, vor allem in Kurorten, wo es keine Konzession für das Grand jeu, d.h. für eine Spielbank gibt.
Quelle: Wikipedia
