Sehr wichtig für einen angesehenen Buchmacher ist die Auswahl der möglichen Auszahlungsmethoden, da davon auch der Reingewinn für einen Spieler abhängen kann. Bietet der Buchmacher nur wenige bzw umständliche Auszahlungmethoden an, so kann es leicht dazu führen, dass entweder hohe Gebühren bezahlt werden müssen oder es zu lange dauert bis das Geld auf dem Konto hat.
Nähere Infos über Ein- und Auszahlungssysteme und ihre Vor- und Nachteile unter dem Punkt “Bezahlsysteme”.
Wie der Begriff schon sagt ist dies die Wette auf die laut Quoten schlechtere Mannschaft bzw den schlechteren Spieler. Sehr leicht zu erkennen an der wesentlich höheren Quote als auf den Favoriten.
Im Englischen wird der meist Begriff Underdog benutzt, der sich inzwischen auch im deutschen Sprachgebraucht stark durchgesetzt hat.
Dies ist ein oftmals verwendeter Begriff und stellt den perfekten Zustan für den Buchmacher dar. In so einem Zustand lebt der Buchmacher ohne Risiko, da sich die Spieler gegenseitig auszahlen, während der Buchmacher die für sich eingerechnete Marge behält und rein von dieser lebt.
Das Problem des ausgeglichenen Buches ist jedoch, dass dieser Zustand nur schwer erreichbar ist und vor allem bei der in Europa so häufig verwendeten Form der 3-Weg-Wette fast nie vorkommt. Das „ausgeglichene Buch“ ist vor allem vertreten bei den Wettformen Asian Handicap oder bei Spread-Wetten im Bereich Basketball, American Football, Eishockey usw. Hierbei wird das Handicap so lange verschoben bis die gleiche Quote auf beide Mannschaften als gerechtfertigt angesehen werden kann. Gerechtfertigt ist die gleiche Quote aus Sicht des Buchmachers nur dann, wenn gleich viel Geld auf beide Mannschaften gesetzt wird.
Beispiel:
Miami Heat – Dallas Mavericks lautet die Begegnung für diesen Abend. Hierbei werden die Dallas Mavericks als die stärkere Mannschaft angesehen, so dass beide Mannschaften ein Handicap bekommen. In diesem Fall eines von 5,5 Punkten, so dass die zwei Wetten wie folgt lauten:
Miami Heat +5,5 Punkte
Dallas Mavericks -5,5 Punkte
Nun sieht der Buchmacher die beiden Mannschaften als gleich stark an (inklusive des Handicaps) und setzt seinen Quotenschlüssel anstatt der 100% ein (100% wäre jeweils eine Quote von 2,00). In Europa hat sich der recht unfaire Quotenschlüssel von 95,5% (dieser ist jedoch nur bei solchen Wettformen unfair) durchgesetzt, so dass beide Mannschaften eine Quote von 1,91 bekommen. Nun gehen wir von einem ausgeglichenen Buch aus, bei dem auf jede Mannschaft je 1000 Euro gesetzt wurden, es also einen Gesamteinsatz von 2000 Euro gibt.
Egal welche der beiden Mannschaften gewinnt, der Buchmacher wird genau 1910 Euro auszahlen, da hier wie von uns erwähnt eine Seite die andere bezahlt. Der Unterschied von 90 Euro, der eben nicht ausgezahlt wird, ist die Marge des Buchmachers, die er als „Lohn“ einbehält.
Diese Wettart ähnelt der Over/Under Wette mit dem Unterschied, dass es nicht nur eine Unterteilung gibt, da die Möglichkeiten folgende sind:
0-1 Tor; 2-3 Tore; 4 oder mehr Tore
Dies ist um einiges schwerer zu tippen als die Over/Under Wette, bietet jedoch den Vorteil einer höheren Quote.
Das asiatische Handicap ist eine in Europa noch verhältnismäßig unbekannte Wettart, jedoch in Asien (wo sie ihren Ursprung hat) bis heute die beliebteste Wettart. Der größte Unterschied zu den allgemein bekannten Handicapwetten, wie sie in Europa gehandelt werden ist, dass bei einem asiatischen Handicap bei einem Unentschieden (nach der Handicapverteilung) das Geld zurückgezahlt wird, so dass man hier von einer 2-Weg-Wette sprechen kann (im Falle eine Nullhandicaps oder eines ganzen Handicaps, da beim asiatischen handicap auch halbe Handicapwetten möglich sind).
Wie oben angesprochen wird bei ganzen Hnadicaps (+1, -1, +2 usw) ein Unentschieden nach dem Dazurechnen des Handicaps mit einer Quote von 1,00 gewertet, der Einsatz wird also zurückgezahlt. Bei halben Handicaps ist die Auswertung an sich gleich, jedoch wird ein Unentschieden durch ein “halbes” Tor völlig ausgeschlossen.
Das schwierigste Handicap ist das Mischhandicap der aisatischen Handicapwette. Hierbei werden eigentlich zwei Wetten abgeschlossen und zwar mit einem Ganz- bzw Nullhandicap und einem Halbhandicap, wodurch sogenannte Einviertel- oder Dreiviertelhandicaps entstehen. Daher ist es möglich eine der beiden Wetten zu gewinnen oder auch einen Teil nur Zurückgezahlt zu bekommen (Unentschieden im Ganz- oder Nullhandicap Teil der Wette) oder auch, dass beide gewinnen. Die asiatische Handicapwette gilt eben aus diesen Gründen als eine der komplexesten Wetten.