Diese Wettart ähnelt der Over/Under Wette mit dem Unterschied, dass es nicht nur eine Unterteilung gibt, da die Möglichkeiten folgende sind:
0-1 Tor; 2-3 Tore; 4 oder mehr Tore
Dies ist um einiges schwerer zu tippen als die Over/Under Wette, bietet jedoch den Vorteil einer höheren Quote.
Das asiatische Handicap ist eine in Europa noch verhältnismäßig unbekannte Wettart, jedoch in Asien (wo sie ihren Ursprung hat) bis heute die beliebteste Wettart. Der größte Unterschied zu den allgemein bekannten Handicapwetten, wie sie in Europa gehandelt werden ist, dass bei einem asiatischen Handicap bei einem Unentschieden (nach der Handicapverteilung) das Geld zurückgezahlt wird, so dass man hier von einer 2-Weg-Wette sprechen kann (im Falle eine Nullhandicaps oder eines ganzen Handicaps, da beim asiatischen handicap auch halbe Handicapwetten möglich sind).
Wie oben angesprochen wird bei ganzen Hnadicaps (+1, -1, +2 usw) ein Unentschieden nach dem Dazurechnen des Handicaps mit einer Quote von 1,00 gewertet, der Einsatz wird also zurückgezahlt. Bei halben Handicaps ist die Auswertung an sich gleich, jedoch wird ein Unentschieden durch ein “halbes” Tor völlig ausgeschlossen.
Das schwierigste Handicap ist das Mischhandicap der aisatischen Handicapwette. Hierbei werden eigentlich zwei Wetten abgeschlossen und zwar mit einem Ganz- bzw Nullhandicap und einem Halbhandicap, wodurch sogenannte Einviertel- oder Dreiviertelhandicaps entstehen. Daher ist es möglich eine der beiden Wetten zu gewinnen oder auch einen Teil nur Zurückgezahlt zu bekommen (Unentschieden im Ganz- oder Nullhandicap Teil der Wette) oder auch, dass beide gewinnen. Die asiatische Handicapwette gilt eben aus diesen Gründen als eine der komplexesten Wetten.
Dies ist ein oftmals verwendeter Begriff und stellt den perfekten Zustan für den Buchmacher dar. In so einem Zustand lebt der Buchmacher ohne Risiko, da sich die Spieler gegenseitig auszahlen, während der Buchmacher die für sich eingerechnete Marge behält und rein von dieser lebt.
Das Problem des ausgeglichenen Buches ist jedoch, dass dieser Zustand nur schwer erreichbar ist und vor allem bei der in Europa so häufig verwendeten Form der 3-Weg-Wette fast nie vorkommt. Das „ausgeglichene Buch“ ist vor allem vertreten bei den Wettformen Asian Handicap oder bei Spread-Wetten im Bereich Basketball, American Football, Eishockey usw. Hierbei wird das Handicap so lange verschoben bis die gleiche Quote auf beide Mannschaften als gerechtfertigt angesehen werden kann. Gerechtfertigt ist die gleiche Quote aus Sicht des Buchmachers nur dann, wenn gleich viel Geld auf beide Mannschaften gesetzt wird.
Beispiel:
Miami Heat – Dallas Mavericks lautet die Begegnung für diesen Abend. Hierbei werden die Dallas Mavericks als die stärkere Mannschaft angesehen, so dass beide Mannschaften ein Handicap bekommen. In diesem Fall eines von 5,5 Punkten, so dass die zwei Wetten wie folgt lauten:
Miami Heat +5,5 Punkte
Dallas Mavericks -5,5 Punkte
Nun sieht der Buchmacher die beiden Mannschaften als gleich stark an (inklusive des Handicaps) und setzt seinen Quotenschlüssel anstatt der 100% ein (100% wäre jeweils eine Quote von 2,00). In Europa hat sich der recht unfaire Quotenschlüssel von 95,5% (dieser ist jedoch nur bei solchen Wettformen unfair) durchgesetzt, so dass beide Mannschaften eine Quote von 1,91 bekommen. Nun gehen wir von einem ausgeglichenen Buch aus, bei dem auf jede Mannschaft je 1000 Euro gesetzt wurden, es also einen Gesamteinsatz von 2000 Euro gibt.
Egal welche der beiden Mannschaften gewinnt, der Buchmacher wird genau 1910 Euro auszahlen, da hier wie von uns erwähnt eine Seite die andere bezahlt. Der Unterschied von 90 Euro, der eben nicht ausgezahlt wird, ist die Marge des Buchmachers, die er als „Lohn“ einbehält.
Wie der Begriff schon sagt ist dies die Wette auf die laut Quoten schlechtere Mannschaft bzw den schlechteren Spieler. Sehr leicht zu erkennen an der wesentlich höheren Quote als auf den Favoriten.
Im Englischen wird der meist Begriff Underdog benutzt, der sich inzwischen auch im deutschen Sprachgebraucht stark durchgesetzt hat.
Sehr wichtig für einen angesehenen Buchmacher ist die Auswahl der möglichen Auszahlungsmethoden, da davon auch der Reingewinn für einen Spieler abhängen kann. Bietet der Buchmacher nur wenige bzw umständliche Auszahlungmethoden an, so kann es leicht dazu führen, dass entweder hohe Gebühren bezahlt werden müssen oder es zu lange dauert bis das Geld auf dem Konto hat.
Nähere Infos über Ein- und Auszahlungssysteme und ihre Vor- und Nachteile unter dem Punkt “Bezahlsysteme”.
Dies ist ein verhältnismäßig neuer Begriff und wird ausschließlich bei Wettbörsen wie Betfair benutzt. Das “Backen” (nicht zu verwechseln mit dem Backen eines Kuchens ;) ) bedeutet ein Für-Ereignis zu tippen.
Beispiel: Bei einem Spiel Liverpool – Arsenal existieren drei Backquoten und zwar eine für Liverpool, eine für das Unentschieden und eine für Arsenal. Backt man nun die Quote von Liverpool bedeutet es nichts anderes als dass man auf Sieg Liverpool tippt. Die wichtigsten Unterschiede bei einer Wettbörse ist, dass der Kurs von anderen Usern bestimmt wird und man nur die Quote backen kann, die auch angeboten wird. Daher ist noch ein Punkt zu berücksichtigen, denn die Wette gilt nur wenn auch jemand diese Back-Wette angenommen hat.
Wichtige Stichworte: Lay(en) und Wettbörsen.
Banca francesa ist ein Glücksspiel mit drei Würfeln. Trotz des Namens „Französische Bank“ handelt es sich um ein portugiesisches Spiel, das nahezu ausschließlich in den Spielbanken in Portugal und Macao angeboten wird.
Die Regeln
Die Spieler setzen ihre Einsätze auf eine der drei Chancen
sodann wirft der Croupier drei Würfel.
Zeigen der drei Würfel
Der Bankvorteil beträgt bei allen drei Wettarten 1/63 = 1,59 %.
Bet365 ist ein in Stoke on Trent (England, Großbritannien) ansässiger Glücksspielkonzern mit einer reinen Onlinestrategie. Im Gegensatz zu fast allen so großen Glücksspielkonzernen befindet sich bet365 weiterhin komplett in privater Hand und ist nicht an der Börse gelistet.
Das Unternehmen beschäftigt inzwischen über 1700 Mitarbeiter und ist der größte Arbeitgeber der Stadt. Inzwischen bietet man das eigene Glücksspielangebot im Internet in 17 Sprachen an. Neben dem Glücksspielgeschäft befindet sich auch der Premier League Verein Stoke City FC in der Hand der Familie, ist aber offiziell in einer anderen Firma ausgelagert.
Das Unternehmen wurde 2000 gegründet und startete 2001 ihr Onlineangebot. Um das Projekt zu realisieren wurde ein Kredit von 15 Millionen Pfund aufgenommen. Als Bürgschaft mussten die Wettbüros herhalten, die die Familie in England betrieb. Diese wurden später für 40 Millionen verkauft und der Kredit wurde zurückgezahlt. Das Unternehmen wird weiterhin von Denice Coates geleitet, der Tochter des ursprünglichen Besitzers der Wettbüros. Sie entwickelte die Firma zu einem der führenden Glücksspielunternehmen der Welt mit einem Jahresumsatz von über 5 Milliarden Euro.
Das Unternehmen zeichnet aus, dass sie den Fokus klar auf das Produkt legen anstatt auf die Werbung. Dies ist fester Bestandteil der Firmenphilosophie. Dies dürfte der Grund sein warum bet365 inzwischen das vermutlich größte Livewetten und Livestreaming Angebot der Welt hat. Daneben wurden auch das Casino als das beste auf dem Markt positioniert, indem man im Casinobereich Playtech Spiele anbietet, aber im Games Bereich noch weitere 20 Software-Anbieter eingebaut hat und damit praktisch jedes interessante Spiel oder Slot auf dem Markt abdeckt.
Das Unternehmen wurde mehrfach ausgezeichnet und wächst auch im deutschsprachigen Raum so schnell wie kein anderes Unternehmen.
Aktuelle deutschsprachige Produkte: Sportwetten, Livewetten, Finanzwetten, Casino, Poker, Spiele (bei Spiele finden sich die Software der anderen Casinoanbieter).
Aktuelle Angebote:
Sportwetten/Livewetten: 100% bis zu 100€
Casino: 100% bis zu 100€ oder 200% bis zu 200€ (Zweiteres ist ein Slotbonus)
Poker: 200% bis zu $1000
Spiele: 100% bis zu 100€
Betfair, britisches Unternehmen mit Sitz in London, offeriert die größte Online- Wettbörse für Sportwetten in der Welt. Gegründet 1999 von Andrew Black und Edward Wray stellt Betfair momentan etwa 1.350 Personen an. Weltweit sind bei Betfair über drei Millionen Kunden registriert, wovon etwa eine Million aktiv ist. 2010 mit Ertrag von rund 300 Millionen britischen Pfund gelangte die Firma sogar an die Börse. Täglich werden mehr als fünf Millionen Wetten getätigt. Es ist technisch möglich, pro Sekunde 4500 Wetten zu verarbeiten. Betfair hat viele wertvolle Preise gewonnen und unterstützt finanziell auch Manchester United sowie FC Barcelona.
Betfair offeriert keine konventionelle Form von Wetten wie bei z. B. Buchmachern, die in ihre festen Quoten ihre Marge einrechnen, hier entstehen Quotenhöhen alleine durch Angebot und Nachfrage der Kunden auf den Wettbörsen, da Betfair keinen Einfluss darauf hat, muss es also in anderer Weise für den Unternehmensgewinn sorgen, indem es von jedem Nettogewinn eine Provision abzieht (max. 5%). Hauptsächlich werden bei Betfair Wetten auf den Ausgang von Sportereignissen wie Fußball, Tennis, Formel 1 und Pferderennen angeboten, letztens sind auch Poker und Casino dazu gekommen. Es gibt aber auch Wetten beim Anlass von politischen Wahlen, wer diese gewinnt, oder beim Anlass von gesellschaftlichen Events, wie z. B. Oscar- Gala.
Die Wettbörsen exsistieren nach dem Prinzip von Back- und Lay- Wetten. Zunächst muss eine Lay- Wette zustande kommen, bei der nicht auf ein bestimmtes Ergebnis eines Ereignisses gesetzt wird, sondern dagegen z. B. wer nicht gewinnt. Man bietet eine Quote an und legt die maximale Einsatzhöhe fest. Die Wette wird online abgeschlossen, sobald sich ein Back- Wettender findet, der auf einen bestimmten Spielausgang eines Ereignisses gesetzt hat. Er gewinnt aber nur dann, wenn dieser bestimmte Ausgang tatsächlich eintritt, der Lay- Wettende- im Falle von jedem anderen Ausgang. Die Quoten für die Back- Wetten werden blau dargestellt, die für die Lay- Wetten sind pinkfarbig. Bei Linienwette geht es darum, um vorher zu sagen, ob ein Spielergebnis über oder unter einem bestimmten Wert liegen wird. Hier kann man entweder eine Linie bei einem bestimmten Wert kaufen, also darauf setzen, dass der Ausgang über diesem Wert liegen wird oder eine Linie verkaufen, also tippen, dass das Endergebnis unter diesem bestimmten Wert liegen wird. Bei Linienwetten gibt es aber fixierte Quoten, also der Einsatz hängt davon ab, ob man richtig ge- oder verkauft hat.
Betfair wirkt nach dem Wett-, Spiel- und Lotteriegesetz von 1963. Es hat eine Buchmacherzulassung für England und Wales, sowie Lizenzen in Italien, Malta, Deutschland, Österreich und Australien. Darüber hinaus ist Betfair an der Öffnung des Glückspielmarktes in Deutschland stark interessiert, indem es auf seinen guten Ruf in Großbritannien sowie auf zunehmende Bedeutungslosigkeit vom staatlichen Anbieter Oddset verweist, da die Kunden sowieso ausländische Online- Angebote immer öfters wählen.
Der Begriff Bigbet stammt aus dem Englischen und bedeutet nichts anderes als eine Wette mit hohem Einsatz. Festgelegte Werte sind hier natürlich nicht bestimmbar, da eine Bigbet auch immer vom Kapital des Wetters abhängt. Bigbets werden meist bei Insiderwissen oder Favoritenwetten verwendet. Meist werden sie in Form einer Einzelwette platziert, da das Risiko bei hohen Einsätzen niedrig gehalten werden soll.
Bingo ist ein Lotteriespiel, das insbesondere in Großbritannien, auf den Philippinen und in den USA sehr beliebt ist. Bingo ist ein Abkömmling des Gesellschaftsspiels Lotto.
Bingo hat der Amerikaner Edwin Lowe 1929 eingeführt. Er beobachtete beim Karneval in Atlanta eine Gruppe von spanischen Spielern, die die gezogenen Zahlen mit getrockneten Bohnen abdeckten und bei Gewinn „Beano“ riefen. Als Edwin Lowe seine ersten Beano-Runden in New York veranstaltete, rief eine Gewinnerin im Eifer des Gefechtes „Bingo“. Diesen Namen fand er besser und so blieb es dabei. Für einen Dollar pro Jahr durften andere das Spiel selber nutzen, allerdings unter der Auflage es Bingo nennen zu müssen. So verdiente er eine Menge Geld damit.
Spielablauf
Die Teilnehmer kaufen Lose oder auch Teilnahmecoupons, die mit einer Anzahl von Zahlen bedruckt sind. Ein Conferencier zieht per Zufall aus einer Trommel Kugeln mit aufgedruckten Zahlen, ähnlich der Lottoziehung. Er ruft diese gezogenen Zahlen aus und die Teilnehmer markieren – sofern die ausgerufenen Zahlen in ihrem Teilnahmecoupon enthalten sind – diese auf ihrem Schein mit einem Farbstempel oder einer anderen Markierung. Sobald der erste Teilnehmer alle Zahlen auf seinem Los markieren konnte ruft dieser laut und vernehmlich Bingo!. Nach der Überprüfung seines Spielscheins ist er der Gewinner, erhält einen Sach- oder Geldpreis und die Spielrunde ist abgeschlossen.
Im Gegensatz zu anderen Lotterien ist Bingo mit einem Gemeinschaftseffekt verbunden, da die Teilnehmer in einem Saal sitzen. Kirchliche Gemeinden nutzen diese Art Spiel oft, um die Mitglieder der Pfarrei sowohl zu beschäftigen als auch um aus dem Erlös der Bingolotterie wohltätige Projekte zu finanzieren.
Auch im Fernsehen ist Bingo Grundlage für erfolgreiche Sendungen. In Skandinavien gibt es seit den 90er Jahren Bingolotto. In Deutschland und Österreich liefen und laufen verschiedene Bingo-Sendungen, vgl. Bingo (Fernsehsendung)
Quelle: Wikipedia
Black Jack ist das meistgespielte Karten-Glücksspiel, das in Spielbanken angeboten wird. Black Jack ist ein Abkömmling des französischen Vingt (et) un (dt. Einundzwanzig bzw. Siebzehn und vier, siehe dort).
Das Spiel
Die Regeln des Black Jack sind international nahezu einheitlich, die nachstehende Beschreibung folgt dem Reglement der Casinos Austria.
Die Regeln
Allgemeines
Black Jack wird mit sechs Paketen französischer Spielkarten zu 52 Blatt, also 312 Karten, an einem etwa halbkreisförmigen Tisch gespielt. An der geraden Seite sitzt der Croupier (Dealer, Bankhalter), ihm gegenüber befinden sich die Plätze für bis zu sieben Spieler (Pointeure).
Ziel des Spiels ist es, mit zwei oder mehr Karten näher an 21 Punkte heranzukommen als der Croupier, ohne dabei den Wert von 21 Punkten zu überschreiten.
Die Werte der einzelnen Karten
· Asse zählen nach Belieben ein oder elf Punkte.
· Zweier bis Zehner zählen entsprechend ihren Augen zwei bis zehn Punkte.
· Bildkarten (Buben, Damen, Könige) zählen zehn Punkte.
Spielablauf
Vor Beginn eines Spieles platzieren die Spieler ihre Einsätze auf den bezeichneten Feldern (boxes) entsprechend den vom Casino festgesetzten Limits, gewöhnlich mindestens 10 € und höchstens 600 €.
In einer Box dürfen neben dem Boxeninhaber auch andere Spieler mitsetzen, mitsetzende Spieler haben aber kein Mitspracherecht und müssen die Entscheidungen des Boxeninhabers akzeptieren.
Sind die Einsätze getätigt, beginnt der Croupier zu teilen. Bei Black Jack werden alle Karten offen gegeben, zunächst erhält jeder Spieler zwei Karten, der Croupier selbst nur eine.
Beginnend mit dem Spieler zur Linken des Croupiers kann nun jeder Teilnehmer solange weitere Karten verlangen (hit), bis er glaubt, nahe genug an 21 Punkte herangekommen zu sein und keine weitere Karte mehr wünscht (stay). Wer jedoch mit seinen Karten den Wert 21 überschreitet (bust), verliert sofort; die Karten und der Einsatz werden vom Croupier eingezogen.
Sind alle Spieler bedient, so zieht der Croupier seine zweite Karte. Hat er 17 oder mehr Punkte, so muss er stehenbleiben, hat er 16 oder weniger Punkte, so muss er eine weitere Karte ziehen (“Dealer must stand on 17 and must draw to 16“).
Dabei gilt folgende Regel: Der Croupier muss ein Ass stets mit elf Punkten zählen, es sei denn, er würde auf diese Weise den Wert 21 überschreiten; nur dann zählt er das Ass mit einem Punkt. Hat der Croupier z.B. ein Ass und eine Sechs, so muss er das Ass mit elf und die Hand mit siebzehn Punkten bewerten und darf keine weitere Karte ziehen (“Dealer stands on soft 17“).
Wenn der Croupier 21 Punkte überschreitet, so haben alle noch im Spiel verbleibenden Teilnehmer automatisch gewonnen. Sonst gewinnen nur jene Spieler, deren Kartenwert näher an 21 Punkte heranreicht als der des Croupiers.
Hat ein Spieler gleich viele Punkte wie der Croupier, so ist das Spiel unentschieden (stand off, push, tie), der Spieler verliert nichts, er gewinnt aber auch nichts.
Gewinnt ein Spieler, so erhält er i.A. einen Gewinn in der Höhe seines Einsatzes (1 : 1, even money); in den beiden folgenden Fällen werden jedoch erhöhte Gewinne ausgeschüttet.
Siebener-Drilling
Hat ein Spieler 21 Punkte bestehend aus drei Siebenern (Triple seven), so gewinnt er sofort im Verhältnis 3 : 2, unabhängig von der Karte des Croupiers. Das Spiel ist nach der Gewinnauszahlung für die betreffende Box beendet.
Black Jack
Nach dem Siebener-Drilling ist Black Jack, eine Kombination von 21 Punkten bestehend aus den ersten beiden Karten, also Ass und Zehn, bzw. Ass und Bild, das beste Resultat.
Hat ein Spieler einen Black Jack, nicht aber der Croupier, so erhält der Spieler einen 3 : 2 Gewinn ausbezahlt (“Black Jack pays 3 to 2“). Hat der Croupier jedoch auch einen Black Jack, so ist das Spiel unentschieden.
Hat der Croupier einen Black Jack, so verlieren alle noch im Spiel befindlichen Teilnehmer, ausgenommen diejenigen, welche ebenfalls einen Black Jack besitzen; insbesondere auch all diejenigen Spieler, welche 21 Punkte in der Hand halten. (Hat ein Spieler einen Siebener-Drilling, so hat er bereits seinen Gewinn erhalten und ist bereits aus dem Spiel.)
Insurance (Versicherung gegen Black Jack)
Hat der Croupier als erste Karte ein Ass, so können sich die Spieler gegen einen Black Jack des Croupiers versichern, indem sie einen entsprechenden Einsatz auf die Insurance line setzen. Zieht der Croupier als zweite Karte eine Zehn oder eine Bildkarte, so hat er einen Black Jack und die Versicherung wird im Verhältnis 2 : 1 ausbezahlt (“Insurance pays 2 to 1“). Hat der Croupier jedoch keinen Black Jack, so wird die Versicherungsprämie eingezogen.
Hat ein Spieler einen Black Jack und der Croupier als erste Karte ein Ass, so kann sich der Spieler einen 1 : 1-Gewinn auszahlen lassen und das Spiel beenden. Dies entspricht gerade dem Abschluss einer Versicherung, wobei der Spieler die Hälfte seines ursprünglichen Einsatzes auf die Insurance line platziert.
Die Versicherung gegen einen Black Jack des Croupiers ist im Grunde eine Nebenwette, der Bankvorteil beträgt bei der Insurance 1/13 = 7,692 %
Split (Teilen)
Ein Spieler kann seine Hand teilen (split), wenn die ersten beiden Karten gleichwertig sind (z. B. zwei Sechser oder Bube und Dame); er spielt dann mit „geteilter Hand“ mit zwei getrennten Einsätzen weiter, wobei mehrfaches Teilen (resplit) möglich ist. Für jede geteilte Hand ist ein weiterer Einsatz in der Höhe des ursprünglichen Einsatzes zu leisten. Der Spieler erhält nun in jeder geteilten Hand beliebig viele Karten.
Ausnahme: Teilt ein Spieler zwei Asse, so erhält er auf jedes Ass nur mehr eine weitere Karte. Ist diese ein weiteres Ass, so ist ein nochmaliges Teilen aber weiterhin möglich.
In einer geteilten Hand gilt die Kombination Ass und Bild bzw. Ass und Zehn jedoch nicht als Black Jack, sondern als 21 Punkte, da die Kartenkombination nicht mit den ersten beiden Karten erzielt wurde.
Double (Verdoppeln)
Ein Spieler kann, nachdem er seine ersten beiden Karten erhalten hat, seinen Einsatz verdoppeln (double). Der Wert der beiden Karten ist dabei unerheblich (Double down on any two). Wenn ein Spieler verdoppelt, so erhält er danach noch genau eine Karte zugeteilt.
Ein Verdoppeln nach dem Teilen ist möglich (Double down on split pairs).
Ein mitsetzender Spieler in einer Box kann nur dann verdoppeln, wenn auch der Boxeninhaber seinen Einsatz verdoppelt.
Regel-Varianten
Viele Casinos schränken die Wahlmöglichkeiten der Spieler ein. Die am häufigsten anzutreffenden Abweichungen von den obigen Regeln sind:
· Verdoppeln: Das Verdoppeln ist nur dann gestattet, wenn die ersten beiden Karten den Wert 9, 10 oder 11 aufweisen.
· Teilen: Mehrfaches Teilen ist möglich, in einer geteilten Hand darf aber nicht verdoppelt werden.
Analyse
Betrachtet man die Regeln des Black Jack, so fällt auf den ersten Blick eine Reihe von Asymmetrien auf, die den Spieler bevorzugen.
Die Vorteile des Spielers
· Gewinnt ein Spieler mit Black Jack, so gewinnt er im Verhältnis 3 : 2; gewinnt jedoch der Croupier mit Black Jack, so gewinnt er nur im Verhältnis 1 : 1.
· Der Spieler ist frei in den Entscheidungen, ob er eine Karte verlangen soll oder nicht, wie er ein Ass bewerten soll, und kann diese abhängig vom Wert der ersten Karte des Croupiers treffen. Der Croupier aber ist in seiner Spielweise an eine starre Regel gebunden.
· Der Spieler kann mit einem aussichtsreichen Blatt den Einsatz vor einem Kauf verdoppeln und damit den Croupier zwingen, das Spiel zum doppelten Betrag fortzusetzen.
· Der Spieler kann zwei gleichwertige Karten teilen und so möglicherweise mit zwei Händen gegen den Croupier gewinnen.
Der Vorteil der Spielbank
Diesen Vorteilen steht natürlich ein – versteckter – Vorteil der Spielbank gegenüber. Wenn ein Spieler 21 Punkte überschreitet, so verliert er seinen Einsatz sofort. Wenn nun in demselben Spiel der Croupier ebenfalls die 21 Punkte überschreitet, so bleibt das Spiel für den Spieler verloren und gilt nicht als unentschieden, er erhält ja seinen Einsatz nicht mehr zurück.
Aus dieser Ungleichheit resultiert der Bankvorteil (Erwartungswert der Spielbank pro gesetztem Euro) beim Black Jack. Dieser ist natürlich von der gewählten Spielstrategie abhängig; wenn sich der Spieler in jeder Situation im Sinne der Wahrscheinlichkeitsrechnung optimal entscheidet, so beträgt dieser gerade 0,475 %, damit ist Black Jack das bei weitem am wenigsten nachteilige Spiel, das in Spielbanken zu finden ist.
Zum Vergleich: Der Bankvorteil bei den einfachen Chancen des Roulette beträgt 1,35 %, bei den mehrfachen Chancen 2,70 %.
Strategie
Basic strategy
Hält sich der Spieler an die folgenden Regeln, so minimiert er den Bankvorteil.
Hard hands
Als Hard hand bezeichnet man alle Kombinationen ohne Ass sowie eine Hand mit einem Ass, wenn dieses mit einem Punkt gezählt wird, so ist z. B. die Kombination A-5-7 ist eine Hard 13.
· Hält der Dealer ein A, 10, 9, 8 oder 7, so soll man bei einer Hard 16 kaufen und bei einer Hard 17 stehenbleiben.
· Hält der Dealer eine 6, 5 oder 4, so soll man mit einer Hard 12 oder höher stehenbleiben.
· Hält der Dealer eine 3 oder 2, so soll man bei einer Hard 12 kaufen aber bei einer Hard 13 oder höher stehenbleiben.
Soft hands
Eine Soft hand ist eine Hand mit einem Ass, das mit elf Punkten bewertet wird, so kann z. B. eine Hand aus Ass und Sechs als 17 Punkte gezählt werden.
· Bei einer Soft hand mit 19 oder mehr Punkten soll man niemals kaufen.
· Mit einer Soft 18 bestehend aus drei oder mehr Karten soll man nur dann kaufen, wenn der Dealer eine 9, 10 oder A hält.
· Mit einer Soft 17 bestehend aus drei oder mehr Karten soll man immer kaufen.
Soft hand doubles
· Eine Hand von A-2 (soft 13) soll nur gegen eine 6 verdoppelt werden, in allen anderen Fällen soll der Spieler kaufen.
· Eine Hand von A-3 (soft 14) oder A-4 (soft 15) soll gegen eine 6 oder 5 verdoppelt werden, in allen anderen Fällen soll der Spieler kaufen.
· Eine Hand von A-5 (soft 16) soll gegen eine 6, 5 oder 4 verdoppelt werden, in allen anderen Fällen soll der Spieler kaufen.
· Eine Hand von A-6 (soft 17) soll gegen eine 6, 5, 4 oder 3 verdoppelt werden, in allen anderen Fällen soll der Spieler kaufen.
· Eine Hand von A-7 (soft 18) soll gegen eine 6, 5, 4 oder 3 verdoppelt werden; der Spieler soll gegen eine 2, 7 oder 8 stehen bleiben und gegen eine 9, 10 oder A kaufen.
Für eine Hand mit zwei Assen (soft 12) siehe Splits.
Hard hand doubles
· Eine Hard hand von 8 oder weniger Punkten soll man niemals verdoppeln.
· Eine Hand von 9 Punkten (ohne Ass) bestehend aus zwei Karten soll man nur dann verdoppeln, wenn der Dealer eine 6, 5, 4 oder 3 hält.
· Eine Hand von 10 oder 11 Punkten (ohne Ass) bestehend aus zwei Karten soll man stets verdoppeln, ausgenommen der Dealer hält 10 oder A.
· Eine Hard hand mit 12 oder mehr Punkten soll man niemals verdoppeln.
Splits
· Zwei Asse soll man immer teilen, ausgenommen der Dealer hat ein Ass.
· Zweier, Dreier und Siebener soll man nur dann teilen, wenn der Dealer eine 2, 3, 4, 5, 6 oder 7 hält.
· Zwei Vierer soll man nur dann teilen, wenn der Dealer eine 5 oder 6 hält.
· Fünfer und Zehner soll man niemals teilen.
· Zwei Sechser soll man nur dann teilen, wenn der Dealer eine 2, 3, 4, 5 oder 6 hält.
· Zwei Achter soll man immer teilen, ausgenommen der Dealer hat 10 oder A.
· Zwei Neuner soll man immer teilen, ausgenommen der Dealer hat eine 7, 10 oder A.
Insurance
Es ist nicht sinnvoll, sich gegen einen Black Jack des Croupiers zu versichern bzw., falls der Croupier als erste Karte ein Ass hält, sich einen Black Jack zum Verhältnis 1:1 auszahlen zu lassen.
Anmerkung: Die hier angegebene Strategie ist optimal bezüglich des obigen Reglements. Regel-Abweichungen bedingen auch Änderungen der optimalen Strategie.
Kartenzählen
Früher war es üblich, dass die in einem Spiel benützten Karten beiseite gelegt wurden und im nächsten Spiel die Karten vom Reststapel gezogen wurden. War der Stapel zu ungefähr drei Viertel abgespielt, wurden die abgelegten Karten mit dem restlichen Talon neu gemischt, und eine neue Taille begann. Auf diese Weise war die Zusammensetzung des Kartenstapels in den einzelnen Spielen sehr unterschiedlich. Kamen z. B. im ersten Coup nach dem Mischen nur wenige hohe Karten, so war die Wahrscheinlichkeit für das Fallen hoher Karten im nächsten Coup natürlich größer geworden.
Der amerikanische Mathematiker Edward O. Thorp entwickelte ein Spielsystem, mit dessen Hilfe man als Spieler gegenüber der Spielbank in Vorteil war, und veröffentlichte dieses im Jahr 1962 unter dem Titel Beat the Dealer. Als Spieler konnte man durch Mitzählen der hohen Karten (Card counting) vorteilhafte Zusammensetzungen des Kartenstapels erkennen und in diesen Fällen einen höheren Einsatz riskieren.
Selbstverständlich setzten die Spielbanken daraufhin Gegenmaßnahmen:
· Die Anzahl der verwendeten Kartenpakete wurde erhöht, ursprünglich wurde mit nur einem Paket gespielt, später mit vier bzw. sechs Paketen.
· Der Kartenstapel wurde nicht mehr bis zum Ende gespielt, sondern es wurde ein Viertel bis ein Drittel des Stoßes “abgeschnitten”.
· Die Wahlmöglichkeiten des Spielers wurden z. T. eingeschränkt (siehe Regel-Varianten).
Trotz dieser Gegenmaßnahmen bot das Kartenzählen dem Spieler weiterhin die Möglichkeit, seine Chancen zu verbessern.
Der sogenannte Five card trick wurde schon früher gestrichen: Ein Spieler, der fünf Karten auf der Hand hielt und dabei die 21 Punkte nicht überschritten hatte, gewann sofort im Verhältnis 1:1, es sei denn, der Croupier hatte ein Black Jack, in diesem Fall gewann die Bank. Mit dieser zusätzlichen Gewinnmöglichkeit lässt sich sogar eine Gewinnstrategie finden, die ohne Kartenzählen auskommt.
Mit der Einführung der sogenannten Shuffle stars, spezieller Kartenschlitten mit eingebauter Kartenmischmaschine, wurde das Kartenzählen endgültig obsolet. Die in einem einzelnen Spiel benützten Karten werden nach dem Coup gleich in den Schlitten zurückgelegt und dort sofort wieder mit den übrigen Karten vermischt – auf diese Weise sind die einzelnen Coups beim Black Jack voneinander unabhängig, so wie die einzelnen Coups beim Roulette.
Third base
Ein sehr weit verbreiteter Irrglaube beim Black Jack ist die Meinung, dass der Spieler, der unmittelbar zur Rechten des Croupiers sitzt – diese Position am Spieltisch wird Third base genannt – mit seiner Spielweise das Resultat des Croupiers beeinflussen kann, schließlich würde ja eine von ihm verlangte Karte andernfalls der Croupier erhalten bzw. erhält der Croupier die eine Karte, die er nicht mehr kauft.
Da aber die nächste Karte nicht bekannt ist, lässt sich für den Spieler aus dieser Position am Spieltisch kein Vorteil ziehen.
Als Spieler wird man an diesem Platz aber sehr häufig von den übrigen Teilnehmern bezüglich der Spielweise kritisiert, und so sollte man diesen Platz eher meiden.
Die Blitzwette ist ein leider viel zu nachlässigtes Feature eines Onlinewettbüros. Hierbei wird alles unnötige weggelassen wie Grafik und Sonderwetten und der Kunde kann sich sehr schnell zu den Hauptwetten durchklicken und sie abgeben. Dies ist besonders sinnvoll wenn nur wenige Sekunden bis zu einem Ereignis bleiben. Ein vorbildliches Angebot an Blitzwetten bietet Paddy Power an. Viele andere Buchmacher beachten dieses Feature leider kaum oder gar nicht.
Der Bluff beziehungsweise das Bluffen ist ein Verhalten beim Kartenspiel, bei dem es darum geht, die Gegner zum eigenen Vorteil in die Irre zu führen; dies darf jedoch ausschließlich durch die Spielweise geschehen, also etwa durch die Art des Setzens, des Lizitierens und des Spielens der einzelnen Karten; in manchen Fällen sogar durch Bemerkungen („Mundbluff“), bei dem ein wertvolles Blatt vorgetäuscht wird. Beim Mundbluff dürfen jedoch keine falschen Blätter angekündigt werden.
Beim Poker ist es von außerordentlicher Wichtigkeit zu gegebenen Situationen zu bluffen, da Spieler, die nur starke Hände spielen, in der Regel durch plötzliches Erhöhen andere Spieler vom Tisch jagen und somit ihre starken Hände nicht ausspielen können, beziehungsweise keinen großen Pot dadurch gewinnen können. Somit ist es wichtig zu bluffen, um den Gegner zu irritieren und weniger Informationen über die eigene Hand preiszugeben.
Neben Poker bieten auch die Spiele Bridge, Canasta, Watten und Doppelkopf die Möglichkeiten für einen Bluff.
Quelle: Wikipedia
Boule (franz. Kugel) ist der Name eines dem Roulette ähnlichen Glücksspiels, das aus dem im 19. Jahrhundert beliebten Petits chevaux hervorgegangen ist.
Der Kessel ist in achtzehn Felder unterteilt, diese sind mit den Zahlen Eins bis Neun nummeriert, jede Zahl ist zweifach vertreten. Die Zahlen 1, 3, 6 und 8 sind schwarz, die Zahlen 2, 4, 7 und 9 sind rot, die 5 ist gelb.
Anstelle einer Elfenbein-Kugel wie beim Roulette wird beim Boule-Spiel ein Kautschuk-Ball geworfen.
Die Zahl Fünf entspricht dem Zéro beim Roulette: Fällt die Boule auf die Fünf, so verlieren alle Einsätze auf den einfachen Chancen.
Der Bankvorteil beträgt bei allen Wettarten des Boule-Spiels 1/9 = 11,1%. Boule ist daher für den Spieler sehr nachteilig. Beim Roulette etwa beträgt der Bankvorteil auf den einfachen Chancen 1,35% auf den mehrfachen 2,70%.
Boule wird verglichen mit dem Roulette um niedrige Einsätze gespielt, vor allem in Kurorten, wo es keine Konzession für das Grand jeu, d.h. für eine Spielbank gibt.
Quelle: Wikipedia
Ein Buchmacher offeriert Wetten mit festen Quoten auf Ausgänge von zukünftigen Ereignissen insbesondere von sportlichen Veranstaltungen. Er garantiert mit seinem Namen für die Auszahlung der Gewinne zu den in seinem Buch stehenden Gewinnquoten und Wetteinsätzen.
Diese Tätigkeit kann legal oder illegal sein. In Deutschland benötigt er eine behördliche Erlaubnis. Viele Buchmacher oder Buchmacherfirmen residieren in Steueroasen oder in Ländern mit liberaler Glücksspieltradition wie England, Irland oder Hongkong. Die rechtliche Beurteilung von Buchmachern, die im Internet über Ländergrenzen hinweg Sportwetten vermitteln, befindet sich in einer Grauzone. Die internationale Durchsetzung von Rechtsansprüchen steht praktisch in keinem Verhältnis zum beklagten Schaden. Buchmacher bieten u.a. Wetten auf Pferderennen, Fußball-, Eishockey- Basketballspiele an. In England werden von Buchmachern traditionell auf fast alle öffentlichen Ereignisse im voraus Quoten angeboten. Diese Quoten können die Buchmacher jederzeit verändern. Abgeschlossene Wetten behalten aber die vereinbarte Quote, die bei Abschluss der Wette galt.
Der Buchmacher bietet z.B. feste Quoten auf Sieg, auf Unentschieden oder auf Niederlage an. Eine Quote gibt das Verhältnis vom Einsatz zu dem möglichen Gewinn an: z.B. “zahle 2,50 für 1 Euro Einsatz”. Die Multiplikation der Quote mit dem Wetteinsatz ergibt den möglichen Gewinn. Um die Gewinnmöglichkeit weiter zu erhöhen, können verschiedene unabhängige Wetten zu einer Gesamtwette beim Buchmacher kombiniert werden. Dabei sinkt natürlich umgekehrt auch die Gewinnwahrscheinlichkeit für eine solche Kombinationswette entsprechend.
Der Buchmacher geht gegebenfalls große Risiken ein, da er mit Wahrscheinlichkeiten und oft großen Wetteinsätzen handelt. Natürlich neutralisieren sich gegensätzliche Wetten und damit einen Teil seines Risikos. Gegen unausgeglichene Verlustrisiken bei hohen Einsätzen rückversichert sich der Buchmacher an internationalen, häufig asiatischen Wettbörsen. In der Regel ist es ein äußerst einträgliches Geschäft. Es sind aber auch schon Buchmacher Pleite gegangen und konnten die Wettgewinne nicht auszahlen. Buchmacher waren in der Vergangenheit an Wettmanipulationen beteiligt. Es wurden Schiedsrichter, Clubmanager, Trainer und Spieler mit hohen Geldbeträgen bestochen, um überraschende Ergebnisse zu erzielen und viele Wetten leer ausgehen zu lassen. Die weltweit großen Wettumsätze machen solche Manipulationen leider äußerst attraktiv. Der Buchmacher ist gegenüber dem Wettenden im Vorteil, da er für seinen Gewinn nicht das richtige Ergebnis vorhersagen muss. Seine Aufgabe besteht darin, den prozentualen Anteil der Wetten für die verschiedenen Wettausgänge richtig einzuschätzen und darauf aufbauend die Quoten zu errechnen. Große Buchmacherfirmen arbeiten dabei mit umfangreichem statistischem Material und Methoden.
Durch einen Blick in seine “Bücher” sieht der Buchmacher ständig, wie sich die abgeschlossenen Wetten prozentual verteilen. Er kann die Quoten jederseit anpassen (aber nicht rückwirkend). So ähnlich wie bei Wahlhochrechnungen, kommt er dann mit sehr kleinen Stichproben zu sehr präzisen Aussagen bezüglich der Wettvorhersagen der Wettteilnehmer.
Bei sog. “fairen Quoten” müsste der Buchmacher das gesamte Geld der Verlierer an die Gewinner auszahlen. Selbstverständlich liegen die realen Quoten darunter, daraus resultiert der Gewinn der Buchmacher. Die Gewinnausschüttung liegt beim deutschen Oddset zwischen 50 % und 60 %. Bei ausländischen Buchmachern, insbesondere englischen, sind Ausschüttungen über 90 % keine Seltenheit.
Vom Buchmacher zu unterscheiden ist der Totalisateur (sic!), der bloß als Vermittler von Wetten, nicht jedoch als Wettgegner auftritt, siehe Totalisator.
Achtung: Das Wettspiel kann süchtig machen! Und der Wetter kann leicht seine finanziellen Möglichkeiten überschätzen und am Ende ohne Gewinn und ohne Geld dastehen! Deshalb sollten nur kleine Beträge zur Erhöhung des Spaßes und der Spannung gesetzt werden.
Bukidomino, auch Buki-Domino, Bookie-Domino bzw. Booky-Domino geschrieben, oder kurz Buki ist ein Glücksspiel, das in Wien zu Anfang des 20. Jahrhunderts viel gespielt wurde.
Der Ablauf einer Buki-Partie wird im 15. Kapitel des Romans Zwischen neun und neun von Leo Perutz geschildert. Die folgende Beschreibung stützt sich auf die in Perutz’ Roman gegebenen Hinweise, sowie auf die im Literaturverzeichnis angeführten Quellen.
Vier Spieler spielen eine Partie „normales Domino“; gemeint ist ein Blockdomino für vier Personen. Domino wurde in Österreich früher mit 36 Steinen gespielt: man nahm die 45 Steine eines Doppel-Acht-Spiels und entfernte daraus die neun Doppelsteine (0-0, 1-1 bis 8-8). Die Steine werden vom Spielleiter, dem Buki, verdeckt gemischt, jeder der Spieler erhält sechs Steine, der Bankhalter bedient sich selbst zuletzt. Die verbleibenden Steine bilden den „Stamm“ und werden im Laufe des Spieles nicht verwendet.
Auf einer alten Liste verbotener Spiele wird Booky- oder Sechser-Domino angeführt: Im Gegensatz dazu wurde laut Beck das Buki-Spiel mit sieben Steinen je Spieler jedoch toleriert.
Ein Spieler beginnt, die übrigen Spieler legen nacheinander je einen Stein an. Wer nicht anlegen kann, muss aussetzen; es gibt kein Kaufen. Wer zuerst alle Steine angelegt hat, ist Sieger.
Vor jedem Spiel können neben den beteiligten Spielern auch die Zuschauer, Kiebitze oder Galeristen genannt, auf einen der vier aktiven Spieler – bzw. nach Unger und Beck: auf einen der drei Gegenspieler des Bankhalters – setzen. Diese Wetten werden beim Buki abgeschlossen.
Die Bezeichnung Buki leitet sich von engl. bookie (seltener booky geschrieben), der Abkürzung für bookmaker, ab. Um 1900 war im Pferderennsport die englische Bezeichnung bookmaker gebräuchlich, die eingedeutschte Bezeichnung Buchmacher setzte sich erst später durch. Die Verbindung zur Pferdewette wird in Perutz’ Roman zum einen durch den Hinweis deutlich, dass man auf die Spieler „wie auf Rennpferde“ setzt, zum anderen lässt Perutz diese Episode im Café Turf spielen.
Gewinnt der Spieler, auf den man gesetzt hat, so erhält man vom Buki „dreifaches Geld“. Wie aus Perutz’ Beschreibung klar hervorgeht, ist damit eine Gewinnquote von 2 : 1 gemeint: Nachdem Stanislaus Demba, die Hauptfigur des Romans, 10 Kronen gesetzt und gewonnen hat, besitzt er 30 Kronen, sein Gewinn beträgt daher nur 20 Kronen. Sodann lässt er Einsatz und Gewinn stehen − er legt „Geld auf Geld“ − und gewinnt abermals, wodurch sich sein Vermögen auf 90 Kronen erhöht. Nach einem weiteren Gewinn besitzt er 270 Kronen und wird dann vom Buki um den Gewinn und den ursprünglichen Einsatz geprellt.
Da der Buki im Fall eines Gewinnes nur eine Quote von 2 : 1, anstelle der fairen Quote von 3 : 1 bezahlt, gewinnt er im Mittel 25 Prozent der getätigten Einsätze (Bankvorteil). Beck gibt eine Gewinnquote von 2½ : 1 an, der Bankvorteil beträgt dann 12,5 Prozent. (Bei diesen Berechnungen ist vorausgesetzt, dass man als Spieler in jedem einzelnen Spiel denselben Einsatz riskiert – unabhängig davon, ob man den „Ansatz“ hat oder nicht.)
Der Gewinner eines Spieles hat den Ansatz beim nächsten Spiel; er muss seinen Einsatz vor dem Spielen des ersten Steines tätigen. Die anderen Spieler dürfen – nach Beck – mit ihren Einsätzen solange warten, bis sie das dritte Mal an der Reihe sind anzulegen, bzw. – nach Unger – müssen ihren Einsatz leisten, solange sie noch mindestens fünf Steine besitzen.
Quelle: Wikipedia
Diese Wettform bezieht sich rein auf die Nutzung von Livewetten. Dabei werden die Quoten nach jedem Tor so erstellt als würde es wieder 0-0 stehen und dies gilt auch für das Ergebnis der abgegebenen Wette. Dies lässt sich am leichtesten in einem Beispiel anschauen:
Sagen wir es steht 6-0 für Chelsea gegen Blackpool und es läuft die 80. Minute. Im Normalfall wäre diese Livewette dem Untergang geweiht, da alles feststeht, aber bei den Nullstandswetten wird die Wette so gewertet als würde es wieder 0-0 stehen. Das heißt in diesem Fall, dass man ruhig auf einen Sieg Blackpools setzen kann, denn das Spiel muss danach nur 6-1 ausgehen, da für die abgegebene Wette nur die Tore zählen, die nach der Wettabgabe gefallen sind. In unserem Beispiel würde das Spiel also als ein 1-0 Sieg für Blackpool gewertet werden. Damit ergeben sich wirklich extrem interessante Möglichkeiten, vor allem wenn ein Favorit schon klar vorne ist, da die Quoten ordentlich durcheinander kommen können.
Die bekanntesten deutschen Anbieter für diese Wettart sind Tipico und bet3000.