Als Marsch wird eine spezielle Satztechnik beim Roulette bezeichnet, anhand von welcher der Spieler versucht, aus den sog Permanenzen d.h. aus den von den Spielbanken herausgegebenen vergangenen Resultaten, die im nächsten Coup eintretenden Chancen vorherzusagen. Man beginnt jedoch erst bei dem sogenannten Signalcoup zu setzen, d.h. meistens nach Ablauf von einem oder mehreren Coups. Marsch spielt man mit Masse egale, also konstantem Einsatz oder mit Progression, also veränderlichem Einsatz. Marsches werden sowohl für die einfachen als auch für die mehrfachen Chancen angegeben.
Beim Spiel auf einfache Chancen unterscheidet man zwischen: La gagnante (dt: die Gewinnende), bei welcher der Spieler auf die Chance setzt, die zuletzt aufgetreten ist, fachlich gesagt setzt er mit der Bank. Z. B. wenn die Kugel auf Rouge gefallen ist, so setzt er im nächsten Coup wieder auf Rouge. Bei La perdante (dt: die Verlierende) setzt man gerade umgekehrt d.h. auf die Chance, die zuletzt verloren hat – also wenn die Kugel auf Rouge gefallen ist, so setzt man im nächsten Coup auf Noir. Bei L’avant derniere (dt: die Vorletzte) setzt der Spieler auf die Chance, welche als vorletzte aufgetreten ist. Und endlich bei La sauteuse (dt: die Springerin) setzt man mal auf Rouge und mal auf Noir, also abwechselnd. Bei Nummernspielen unterscheidet man Restanten, Retardaires (dt: die Zurückbleibenden), wo man auf die Zahlen setzt, welche schon einige Zeit nicht getroffen wurden und Favoriten, Dominanten, also hier wird es auf Zahlen gesetzt, die schon häufiger aufgetreten sind. Wenn ein Spieler sich an eine Marsche hält, glaubt er, dass die Wahrscheinlichkeit, dass nun eine Chance auftritt, die gerade ein paar Male aufgetreten oder ausgeblieben ist, viel größer ist. Es ist jedoch eine falsche Annahme, da bei der Roulette- Kugel nur um reinen Zufall geht und jede Runde von der vorangehenden völlig unabhängig ist. Von der anderen Seite ist die Marsche- Annahme auch nicht schädlich, da der Spieler zwar seine Chancen nicht verbessert aber auch nicht verschlechtert.
Unter Martinegalespiel (auch kurz Martinegale) versteht man eine Strategie im Glücksspiel, bei welchem der Einsatz im Falle von einem Verlust erhöht wird. Die Bezeichnung existiert seit dem 18. Jahrhundert und wurde zuerst beim Pharo und später bei der Roulette eingesetzt, wobei das Wort ‚Martingale’ selber von der französischen Stadt Martigues im Department Bouches-du-Rhone am Rande der Camargue stammt.
Bei klassischer Variante der Martingale geht es um Doublieren und Verdoppeln. Man beginnt mit einem Einsatz von einer Einheit (einem Stück) auf eine einfache Chance, z.B. Rouge oder Noir. In der Regel setzt ein Martinegale- Spieler auf die Perdante d.h. die Chance, die als letzte verloren hat. Wenn er verliert, setzt er im nächsten Coup doppelt also zwei Stück, verliert er wieder, muss er nun vier Stück setzen. Im Gewinnfall werden alle seine Verluste gelöscht und der Spieler bekommt ein Stück. Und wieder beginnt er mit dem Einsatz von einem Stück. Dieses System ist leider nur scheinbar sicher. Meistens geht das Spielkapital des Spielers durch ein fortgesetztes Verdoppeln schnell aus und er kommt selten an den von der Spielbank vorgegebenen Höchsteinsatz, wobei die Gewinne, die er erzielt, relativ häufig aber auch nicht besonders hoch sind.
Außer Dublieren gibt es noch andere Martingale- Strategien, unter anderem:
• die Montante Americaine oder Albouchere, Labby, Annulation Americaine,
• die Montante Hollandaise oder Annulation Hollandaise ,
• die Progression d’Alembert,
• das Fitzroy- System.
Jedoch alle diese Strategien, egal ob der Einsatz im Verlustfall oder erst im Gewinnfall erhöht wird bzw. gleich bleibt (Masse egale) garantieren leider auch keinen Erfolg.
Diese Wettform bezieht sich rein auf die Nutzung von Livewetten. Dabei werden die Quoten nach jedem Tor so erstellt als würde es wieder 0-0 stehen und dies gilt auch für das Ergebnis der abgegebenen Wette. Dies lässt sich am leichtesten in einem Beispiel anschauen:
Sagen wir es steht 6-0 für Chelsea gegen Blackpool und es läuft die 80. Minute. Im Normalfall wäre diese Livewette dem Untergang geweiht, da alles feststeht, aber bei den Nullstandswetten wird die Wette so gewertet als würde es wieder 0-0 stehen. Das heißt in diesem Fall, dass man ruhig auf einen Sieg Blackpools setzen kann, denn das Spiel muss danach nur 6-1 ausgehen, da für die abgegebene Wette nur die Tore zählen, die nach der Wettabgabe gefallen sind. In unserem Beispiel würde das Spiel also als ein 1-0 Sieg für Blackpool gewertet werden. Damit ergeben sich wirklich extrem interessante Möglichkeiten, vor allem wenn ein Favorit schon klar vorne ist, da die Quoten ordentlich durcheinander kommen können.
Die bekanntesten deutschen Anbieter für diese Wettart sind Tipico und bet3000.
Skrill bzw. Moneybookers wurde fast ausschließlich durch die Glücksspielindustrie groß und ist sicherlich einer der zwei bekanntesten E-Wallets der Welt in diesem Bereich. Das Unternehmen verfügt über eine Bankenlizenz in England. Hierbei handelt es sich um ein klassisches virtuelles Konto, ein sogenanntes E-Wallet, bei dem von Email-Adresse zu Email-Adresse bezahlt wird.
Bekannt wurde die Firma unter dem Namen Moneybookers, aber vor einiger Zeit operiert man unter dem Namen Skrill. Inzwischen gibt es auch immer mehr Onlineshops, die diese Bezahltmethode akzeptieren.
Was sind die Vorteile von Moneybookers/Skrill? Es ist recht simpel: nur Neteller hat so viele Wege um einzuzahlen, also um das Konto aufzuladen. Inzwischen sind die Auszahlungen auf deutsche Bankkonten deutlich schneller geworden und man kann eine Mastercard beantragen, die mit dem Konto verbunden ist, so dass man jeder Zeit sofort an sein Geld kommt. Riesiger Vorteil hier ist, dass man alle 24-Stunden bis zu 250€ an Geldautomaten abheben kann mit einer sehr geringen Gebühr von nur 1,80€. Falls man VIP Kunde ist bezahlt man sogar allgemein keine Gebühren bei Transaktionen. Durch die sehr große Vielfalt bei den Einzahlungsmethoden findet man fast immer einen Weg sein Konto ohne Gebühren aufzuladen.
Einen Kritikpunkt gibt es immer wieder bei Skrill und das ist der Support, der laut einigen Berichten nicht sehr schnell ist. Die Buchmacher-Seite kritisiert sehr oft, dass Skrill sehr wenige Kontrollen hat, so dass es sehr einfach ist ein komplett anonymes Konto zu führen. Aus Spielersicht spricht vieles für ein Konto bei Skrill, auch weil man sehr schnell sehr hohe Summen transportieren kann.